Wenn Kamelle mehr können als süß sein

Monheimer Karneval setzt erneut auf fairen Handel

Ob beim Baumberger Veedelszoch, dem Kinderkarnevalszug oder dem Rosenmontagszug – entlang der Straßen dürfen sich die Jecken wieder auf fair gehandelte Kamelle freuen. Insgesamt 57 Fuß- und Wagengruppen wurden von der Stadt mit Wurfmaterial ausgestattet. Der Wert: rund 80.000 Euro. Dahinter steht ein klares Signal für soziale Gerechtigkeit und nachhaltigen Konsum.

 

Süßigkeiten mit Haltung

Bereits seit 2018 unterstützt die Stadt den Karneval gezielt mit fair gehandelten Süßigkeiten. Fairer Handel bedeutet dabei mehr als nur ein gutes Gewissen: Er sichert gerechte Bezahlung, stärkt soziale Rechte und fördert ökologische Standards. Während hier Kinder lachend nach Süßigkeiten greifen, profitieren Familien in den Herkunftsländern von stabileren Einkommen, besseren Arbeitsbedingungen und neuen Zukunftschancen – etwa durch Bildung für ihre Kinder.

 

Vier Sorten, viele gute Gründe

In diesem Jahr landet eine vielfältige Auswahl in den Händen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Rund 1.700 Kilogramm gelatinefreie saure Luftschlangen und Mango Veggies sorgen für fruchtige Abwechslung. Dazu kommen etwa 780 Kilogramm Vollmilchschokolade sowie rund 400 Kilogramm Dattel-Konfetti. Letzteres ist ein besonderes Beispiel für nachhaltige Wertschöpfung: Die komplette Verarbeitung erfolgt im Ursprungsland Ägypten, sodass der wirtschaftliche Nutzen vollständig vor Ort bleibt.

 

L-14-Denns-Biomarkt

 

 

Fairtrade auf Rädern

Auch optisch zeigt die Stadt Flagge: Seit 2022 rollt im Rosenmontagszug ein eigener Fairtrade-Wagen mit, gestaltet in der bekannten Werkstatt von Jacques Tilly. Damit macht Monheim sichtbar, dass globale Verantwortung und ausgelassene Feierkultur kein Widerspruch sind.

 

Ausgezeichnetes Engagement – und ein Appell

Für ihren konsequenten Einsatz wurde die Stadt bereits mit einem Sonderpreis im bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ geehrt. Doch dabei soll es nicht bleiben. Die Botschaft an alle Jecken ist klar: Wer mitfeiert, kann mitmachen. Auch private Gruppen sind eingeladen, einen Teil ihres Budgets in fair gehandeltes Wurfmaterial zu investieren – damit der Karneval nicht nur bunt, sondern auch ein Stück gerechter wird.

bearb. GT
Quelle: Nachrichtendienst der Stadt Monheim am Rhein
Foto: Thomas Spekowius

 


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