
Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Monheim will die Stadt besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten. Im Ausschuss für Klimaschutz und Stadtplanung will die Fraktion deshalb beantragen, dass die Verwaltung ein kommunales Klimaanpassungskonzept erarbeitet. Zudem soll der Rat mindestens einmal im Jahr ein Update über den Stand der Umsetzung erhalten.
Mehr Hitze, mehr Extreme
Zur Begründung verweisen die Grünen auf steigende Temperaturen und zunehmende Extremwetter. Die vergangenen Jahre gehörten weltweit zu den wärmsten seit Beginn der Messungen. Auch in Monheim nehmen Hitzetage, Tropennächte und Starkregenereignisse zu.
Hinzu kommt: Monheim zählt zu den stärker versiegelten Städten der Region. Viel Beton und Asphalt speichern Wärme. Dadurch heizt sich die Stadt besonders stark auf. Große Teile des Stadtgebiets gelten laut den zitierten Daten bereits heute als bioklimatisch belastet.
Weg von Einzelmaßnahmen
Nach Ansicht der Grünen reichen einzelne Projekte nicht mehr aus. Sie fordern einen umfassenden Plan, der Risiken wie Hitze, Starkregen, Dürre und Überflutungen gemeinsam betrachtet. Ziel sei es, die Bevölkerung besser zu schützen, insbesondere Kinder und ältere Menschen.
Ein solches Konzept solle konkrete Maßnahmen bündeln und aufeinander abstimmen. Dazu könnten etwa mehr Grünflächen, Entsiegelung oder angepasste Bauplanung gehören.
Auch gesetzlich gefordert
Seit Juli 2024 verpflichtet ein bundesweites Klimaanpassungsgesetz Städte und Kreise dazu, Risikoanalysen und Anpassungskonzepte vorzulegen. Mit ihrem Antrag wollen die Grünen erreichen, dass Monheim frühzeitig und systematisch handelt, bevor extreme Wetterlagen zur ernsten Gefahr werden.
Bericht: LT
Foto/Montage: anzeiger24.de / KI generiert mit Adobe Firefly
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