Quartalsbericht: Bayer kämpft mit Umsatzrückgang – aber Lichtblick bei Pharmazeutika

Höhen und Tiefen: Crop Science und Consumer Health belasten die Bilanz, trotz solider Performance bei neuen Medikamenten

Der Bayer-Konzern muss weiterhin schwierige Zeiten durchstehen: „Der Umsatz ist im ersten Quartal 2024 gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen“, erklärt Vorstand Bill Anderson. „Dabei hat die Division Pharmaceuticals bei Umsatz und Ertragskraft zugelegt, und die Division Crop Science hat sich in einem schwierigen Marktumfeld besser entwickelt als der Wettbewerb. Consumer Health ist etwas verhaltener ins Jahr gestartet, sollte aber im Lauf des Jahres auf Wachstumskurs zurückkehren.“

 

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Konkret bedeutet dies:

  • Konzernumsatz: 13,765 Milliarden Euro (wpb. minus 0,6 Prozent)
  • Währung belastet mit 525 Millionen Euro
  • EBITDA vor Sondereinflüssen um 1,3 Prozent auf 4,412 Milliarden Euro gesunken
  • Bereinigtes Ergebnis je Aktie bei 2,82 Euro (minus 4,4 Prozent)
  • Das Konzernergebnis ging um 8,2 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro zurück
  • Free Cashflow bei minus 2,626 Milliarden Euro
  • Das EBIT stieg um 4,0 Prozent auf 3,092 Milliarden Euro. Darin enthalten waren per saldo Sonderaufwendungen von 207 (Vorjahr: 431) Millionen Euro.
  • Wegen des höheren Cash Flows aus operativer Tätigkeit ergab sich ein Free Cash Flow von minus 2,626 (Vorjahr: minus 4,102) Milliarden Euro.
  • Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich zum 31. März 2024 gegenüber Jahresende 2023 um 8,7 Prozent auf 37,488 Milliarden Euro, im Wesentlichen saisonbedingt durch Mittelabflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit.

 

Rückgänge auch beim Agrargeschäft Crop Science

Im Agrargeschäft (Crop Science) gab der Umsatz wpb. um 3,0 Prozent auf 7,907 Milliarden Euro nach. Grund dafür seien u.a. die Mengenrückgänge bei nicht-glyphosathaltigen Herbiziden sowie bei Fungiziden in der Region Europa/Nahost/Afrika.

Bei den glyphosathaltigen Produkten gab es „deutlich marktbedingte Preisrückgänge“.

Die Umsätze der strategischen Geschäftseinheiten Herbizide und Fungizide verringerten sich wpb. um 13,3 und 8,5 Prozent.

Während sich die wpb. Umsätze mit Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften auf Vorjahresniveau bewegten, legten sie bei Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften um 2,0 und bei den Insektiziden um 2,3 Prozent zu.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science sank um 12,8 Prozent auf 2,849 Milliarden Euro.

 

Pharmaceuticals: Neue Produkte sorgen für Umsatzsteigerungen

Der Umsatz mit rezeptpflichtigen Medikamenten (Pharmaceuticals) stieg wpb. um 3,9 Prozent auf 4,358 Milliarden Euro.

Zuwächse von wpb. jeweils rund zwei Dritteln erzielte die Division mit den neuen Produkten:

  • dem Krebsmedikament Nubeqa und Kerendia zur Behandlung der chronischen Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-2-Diabetes,
  • dem Augenmedikament Eylea
  • den Produktfamilien CT Fluid Delivery und Ultravist im Bereich Radiologie.
  • beim oralen Gerinnungshemmer Xarelto

Gegenläufig wirkten u. a. niedrigere Umsatzerlöse infolge von Tenderverfahren in China bei Adalat zur Behandlung von Herzerkrankungen (global wpb. minus 23,0 Prozent).

 

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals erhöhte sich um 8,0 Prozent auf 1,194 Milliarden Euro.

Gestiegenen Investitionen in Forschung und Entwicklung für die Zell- und Gentherapie- sowie Chemoproteomik-Technologien standen gesunkene Ausgaben für Projekte der späten klinischen Entwicklung gegenüber.

 

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Consumer Health: Preisgestaltung gleicht verlagerte Nachfrage größtenteils aus

Bei den rezeptfreien Gesundheitsprodukten (Consumer Health) sanken die Umsatzerlöse wpb. um 1,8 Prozent auf 1,432 Milliarden Euro.

 

Die Kategorie Allergie und Erkältung entwickelte sich aufgrund einer schwächeren Erkältungssaison und eines milderen Winters wpb. um 16,8 Prozent rückläufig.

 

Die Umsätze mit Nahrungsergänzungsmitteln lagen wpb. auf Niveau des Vorjahres.

Zuwächse von wpb. 9,0 Prozent waren hingegen bei Magen-Darm-Gesundheit infolge der verbesserten Liefersituation zu verzeichnen.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health sank um 12,7 Prozent auf 331 Millionen Euro.

 

Die vollständige Mitteilung zum 1. Quartal ist verfügbar unter www.bayer.com/de/quartalsmitteilung

 

Quelle: Bayer AG Leverkusen
Archivfoto: anzeiger24.de

 


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