PETO-Chef Lucas Risse greift Wienecke scharf an

Oppositionschef: „Führungslose“ Verwaltung und „Flickwerk“ – BM Wienecke und CDU kontern: „Vorwürfe völlig verzerrt“

Unter Tagesordnungspunkt 28 bei der Monheimer Ratssitzung am 29. April 2026 sollte ursprünglich lediglich die Ausschreibung und Neubesetzung der Stelle des Ersten Beigeordneten diskutiert werden. Oppositionsführer Lucas Risse (PETO) nahm dies jedoch zum Anlass für eine grundsätzliche Kritik an der bisherigen Arbeit von Bürgermeisterin Sonja Wienecke.

 

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PETO: „völlig planlos“

Seit Monaten erkenne er „ein klares Muster“ aus fehlender Planung, mangelndem Respekt und fehlender Wertschätzung. Die Verwaltung sei zunehmend „führungslos“, „verunsichert“ und „ohne klare Ziele in der Flaute“.

Ein schlüssiges Konzept fehle, stattdessen spricht Risse von „Flickwerk“. Entscheidungen würden „planlos“ und „impulsiv“ getroffen – teils nach „Nasenfaktor“ statt Qualifikation – und zudem „gar nicht oder einfach unzureichend kommuniziert“. Dies habe zu einer „massiven Verunsicherung“ unter den Mitarbeitenden geführt.

Auch beim Umgang mit Stellen und Budgets sieht er ein „völlig planloses“ Vorgehen.

Sein Fazit: „So führt man keine Verwaltung, sondern man verliert eine Verwaltung.“

 

Bürgermeisterin: „positive Grundstimmung“

Die Bürgermeisterin wies die Kritik deutlich zurück und berief sich dabei auf eine Mail aus der Verwaltung. Darin werde die Lage aus ihrer Sicht „völlig verzerrt und falsch dargestellt“. Tatsächlich habe es „seit dem 1. November 2025 ein Aufatmen durch diese Stadtverwaltung“ gegeben, an der „positiven Grundstimmung“ habe sich nichts geändert.

 

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Bürgermeisterin Sonja Wienecke

 

Zwar gebe es „immer Störfaktoren“, insgesamt sei die Stimmung jedoch stabil. Zugleich sicherten Mitarbeitende in der Rückmeldung ihre Unterstützung zu und betonten, dass jederzeit auf ihre „Kenntnisse und Fähigkeiten“ zurückgegriffen werden könne. Die Bürgermeisterin verwies darauf, dass sie zahlreiche ähnliche Mitteilungen aus der Verwaltung erhalten habe, die ihre Einschätzung bestätigten.

 

CDU: „Märchengerüst“

CDU-Chef Markus Gronauer wies die Kritik von Risse ebenfalls scharf zurück und bezeichnete die Vorwürfe als überzogen. Die Darstellung einer früheren „Friedens- und Freudenzeit“ in der Verwaltung könne er nicht nachvollziehen.

 

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CDU-Ratsherr Markus Gronauer

 

Im Gegenteil: In den vergangenen Jahren hätten „fast alle“ Führungskräfte die Verwaltung verlassen, was er als Zeichen einer problematischen Entwicklung unter früherer Führung wertet.

Die aktuelle Situation beschreibt Gronauer hingegen als offener und konstruktiver. Mitarbeitende könnten sich wieder einbringen, mitarbeiten und auch kritische Punkte ansprechen. Die gegenteiligen Darstellungen nannte er realitätsfern und sprach von einem „Märchengerüst“, das der Verwaltung nicht gerecht werde.

Zugleich kritisierte er den Ton der Debatte und warf der Gegenseite vor, mit überzogener Kritik die Leistungen der Verwaltung zu beschädigen. Insgesamt stellt er sich klar hinter die aktuelle Verwaltungsführung und sieht diese auf einem besseren Weg als in der Vergangenheit.

 

Und was wurde beschlossen?

Am Ende dieses langen Schlagabtausches wurde dann aber doch noch über den Tagesordnungspunkt abgestimmt, der erwartungsgemäß bei Gegenstimmen von PETO eine Mehrheit fand.

Quelle: Monheimer Rats-TV

Bericht: LT

Archivfotos: anzeiger24.de

 

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