Europaallee soll weitergebaut werden: Neue Hauptstraße für „Baumberg Ost“ geplant

Zwei Mini-Kreisverkehre, Tempo 30 und eine neue Busanbindung sollen das wachsende Wohngebiet erschließen.

Der weitere Ausbau der Europaallee im Monheimer Neubaugebiet „Baumberg Ost“ nimmt konkrete Formen an. Die Stadtverwaltung schlägt vor, die Planungen für die zentrale Erschließungsstraße fortzuführen und dafür zusätzliche Mittel bereitzustellen.

Das geht aus einer Vorlage für die kommende Sitzung des Ausschusses für Ordnung, öffentliche Angelegenheiten und Verkehr am 23. Juni hervor. Anschließend befassen sich der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Rat mit dem Vorhaben. Die endgültige Entscheidung ist für den 15. Juli vorgesehen.

Zentrale Verbindung für das neue Wohngebiet

Die Europaallee ist als zentrale Erschließungsstraße für das Wohngebiet „Baumberg Ost“ vorgesehen. Sie soll die einzelnen Bauabschnitte miteinander verbinden und eine Anbindung an die Wiener-Neustädter-Straße im Süden sowie an den Holzweg im Norden schaffen.

Die ersten Abschnitte der Straße wurden bereits für die Baugebiete „Waldbeerenberg“ und „Hasholzer Grund“ hergestellt. Die geplante Verlängerung konnte bislang jedoch nicht umgesetzt werden, weil notwendige Grundstücksflächen fehlten. Nach Angaben der Verwaltung laufen derzeit Gespräche mit den betroffenen Eigentümern, um die noch benötigten Flächen zu erwerben.

Die Fertigstellung gilt als dringend, da die Hochbauarbeiten im vierten Bauabschnitt bereits begonnen haben und die künftigen Bewohner rechtzeitig eine funktionierende Verkehrserschließung benötigen.

Zwei Mini-Kreisverkehre und Tempo 30

Geplant ist eine zweispurige Straße in Asphaltbauweise mit durchgehenden Gehwegen. Für einen sicheren und geordneten Verkehrsfluss sollen zwei Mini-Kreisverkehre entstehen – einer an der Einmündung zur Wiener-Neustädter-Straße, ein weiterer im Bereich der Wolfhagener Straße. Dieser soll gleichzeitig der Verkehrsberuhigung dienen.

Im gesamten Verlauf der Europaallee soll künftig Tempo 30 gelten. Die Stadt verspricht sich davon mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer sowie eine höhere Wohnqualität im neuen Quartier.

Die Planunterlagen zeigen außerdem, dass entlang der Straße neue Grünflächen, Straßenbäume und zusätzliche Bepflanzungen vorgesehen sind. Sie sollen das Wohnumfeld aufwerten und das Mikroklima verbessern. Zusätzlich sind neue Straßenbeleuchtung und Entwässerungsanlagen geplant.

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Buslinie 777 soll künftig durch das Quartier fahren

Auch der öffentliche Nahverkehr soll mitwachsen. Nach den aktuellen Planungen wird die Buslinie 777 künftig über die Europaallee geführt.

Die genauen Standorte der Haltestellen stehen noch nicht fest. Sie sollen im Zuge der weiteren Planungen festgelegt werden. Dabei will die Stadt auf kurze Wege und eine barrierefreie Gestaltung achten.

Fertigstellung bis Ende 2029 vorgesehen

Die ersten Wohnungen im vierten Bauabschnitt sollen bereits Ende 2028 bezogen werden können. Bis dahin soll die Europaallee zumindest teilweise an das bestehende Straßennetz angebunden sein.

Der weitere Zeitplan sieht derzeit wie folgt aus:

Ende 2026: Vergabe weiterer Planungsleistungen
Sommer 2027: Beratung der Ausführungsplanung und Baubeschluss
Anfang 2028: Geplanter Baubeginn
Herbst 2028: Erste Anbindung an das bestehende Straßennetz
Ende 2029: Vollständige Fertigstellung der Europaallee


Kosten liegen bei rund 4,9 Millionen Euro

Für Planung und Bau der noch fehlenden Abschnitte kalkuliert die Stadt derzeit mit Gesamtkosten von rund 4,9 Millionen Euro. Noch in diesem Jahr sollen außerplanmäßig 200.000 Euro für die weiteren Planungen bereitgestellt werden.

Die Mittel sollen aus dem Budget für den Umbau der Geschwister-Scholl-Straße stammen, dessen Umsetzung derzeit langsamer als ursprünglich geplant voranschreitet.

Die eigentlichen Baukosten werden später anteilig von den Erschließungsträgern der einzelnen Bauabschnitte übernommen. Nach Abschluss entsprechender Vereinbarungen geht die Planung und Umsetzung der Europaallee vollständig in die Zuständigkeit der Stadt über.

Quelle & Grafik: Stadt Monheim

Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de/

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