
Die Heinestraße in Monheim könnte künftig wieder zur Fußgängerzone werden. Einen entsprechenden Antrag haben CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP gemeinsam eingebracht.
Über den Vorstoß soll der Rat beziehungsweise die zuständigen Gremien in den kommenden Sitzungen beraten und entscheiden. Zunächst soll die Stadtverwaltung prüfen, ob und wie eine Umwidmung des Abschnitts zwischen Friedhofstraße und Eierplatz möglich wäre.
Noch keine Entscheidung, sondern Prüfauftrag
Konkret geht es zunächst nicht um eine sofortige Sperrung für den Autoverkehr, sondern um die Erarbeitung verschiedener Umsetzungsvarianten. Dabei sollen rechtliche, verkehrliche, städtebauliche und wirtschaftliche Aspekte ebenso berücksichtigt werden wie die Interessen von Anwohnern, Kunden und Gewerbetreibenden.
Die Verwaltung soll außerdem einen Zeitplan, eine Kostenschätzung und mögliche Förderprogramme aufzeigen.
Nach den Vorstellungen der Antragsteller soll der Radverkehr weiterhin durch die Straße fahren dürfen. Lieferverkehr wäre über festgelegte Zeitfenster möglich.

Mehr Sicherheit für Kinder und Familien
Als wichtigstes Argument nennen die Fraktionen die Verkehrssicherheit. Die Heinestraße liegt unmittelbar am Mo.Ki.-Standort („Monheim für Kinder“) sowie am „Social Playground“. Täglich sind dort viele Kinder, Familien und ältere Menschen unterwegs.
Durch eine Fußgängerzone könnte der Durchgangsverkehr entfallen und der Bereich sicherer werden. Davon würden nach Ansicht der Antragsteller insbesondere Familien, Senioren und Menschen mit Einschränkungen profitieren.
Verbindung zwischen Monheim Mitte und Ernst-Reuter-Platz
Darüber hinaus sehen die Fraktionen städtebauliche Vorteile. Die Heinestraße verbindet die neue Monheimer Mitte mit dem Ernst-Reuter-Platz. Eine Fußgängerzone könnte diese Verbindung stärken und einen zusammenhängenden Innenstadtbereich schaffen.

Die Antragsteller erwarten dadurch mehr Aufenthaltsqualität sowie positive Impulse für Gastronomie und Einzelhandel. Gleichzeitig könnten Lärm und Abgase reduziert werden.
Mehr Grün statt Parkflächen?
Ein weiterer Aspekt betrifft die Klimaanpassung. In einer erweiterten Variante soll geprüft werden, ob bisherige Verkehrs- und Stellflächen teilweise entsiegelt und begrünt werden können. Denkbar wären zusätzliche Bäume, Pflanzflächen, Sitzgelegenheiten oder andere Stadtmöbel.
Dadurch könnte die Heinestraße nicht nur attraktiver werden, sondern auch einen Beitrag zur Abkühlung der Innenstadt an heißen Sommertagen leisten.
Verwaltung soll konkrete Vorschläge erarbeiten
Ob die Heinestraße tatsächlich wieder zur Fußgängerzone wird, ist damit noch offen. Mit dem Antrag wollen CDU, SPD, Grüne und FDP zunächst eine fundierte Entscheidungsgrundlage schaffen.
Die Verwaltung soll nun verschiedene Varianten ausarbeiten und deren Auswirkungen bewerten. Erst auf dieser Grundlage wird die Politik in einer der kommenden Sitzungen über das weitere Vorgehen entscheiden.
Quelle: Stadt Monheim
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de/
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