
Wie soll die Poetengasse künftig aussehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich am 23. Juni der Ausschuss für Ordnung, öffentliche Angelegenheiten und Verkehr der Stadt.
Im Mittelpunkt steht eine Eingabe der Anwohner, die sich gegen die geplante Pflasterung mit Naturstein aussprechen und stattdessen eine Asphaltoberfläche fordern. Außerdem wünschen sie sich eine Änderung der Fahrtrichtung in der Einbahnstraße.
Die Stadt plant, die Poetengasse im Zuge der anstehenden Kanal- und Straßenbauarbeiten grundlegend zu erneuern. Grundlage dafür ist ein Ratsbeschluss aus dem Jahr 2025. Dieser sieht vor, die Straße entsprechend dem Gestaltungshandbuch für die Monheimer Altstadt mit Basaltpflaster auszubauen.

Anwohner sehen Nachteile beim Pflaster
Die Anwohner befürchten vor allem eine höhere Lärmbelastung und Nachteile für Menschen mit Rollatoren, Kinderwagen oder Fahrrädern. Auch die aus ihrer Sicht höheren Kosten für Bau und Unterhaltung des Natursteinpflasters kritisieren sie.
Zudem verweisen sie darauf, dass die Poetengasse keine touristisch geprägte Straße sei. Deshalb sei das traditionelle Altstadtpflaster an dieser Stelle nicht zwingend erforderlich.
Darüber hinaus fordern die Anwohner eine Rückkehr zur früheren Fahrtrichtung der Einbahnstraße. Sie versprechen sich davon weniger Durchgangsverkehr und mehr Verkehrssicherheit.
Stadt verweist auf Gestaltungskonzept
Die Verwaltung hält dagegen, dass die Poetengasse Teil des historischen Altstadtkerns ist. Das Gestaltungshandbuch sieht dort ausdrücklich den Einsatz von Basaltpflaster vor, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen und den Verkehr zu beruhigen.
Nach Angaben der Stadt würde die Pflasterung zwar zu einer rechnerischen Erhöhung des Verkehrslärms um rund vier Dezibel führen. Die gesetzlichen Grenzwerte würden jedoch weiterhin eingehalten.
Auch wirtschaftlich unterscheiden sich die beiden Varianten. Nach Angaben der Verwaltung kostet die Pflasterlösung für den betroffenen Abschnitt rund 150.000 Euro und damit etwa 100.000 Euro mehr als eine Asphaltbauweise.
Die Stadt weist allerdings darauf hin, dass Naturstein deutlich langlebiger ist und bei späteren Arbeiten an Leitungen wiederverwendet werden kann.
Entscheidung noch offen
Der Ausschuss für Ordnung, öffentliche Angelegenheiten und Verkehr berät am 23. Juni zunächst über die Eingabe der Anwohner und spricht eine Empfehlung aus. Über die endgültige Ausgestaltung der Poetengasse entscheiden anschließend weitere Gremien bis hin zum Rat der Stadt Monheim am Rhein.
Quelle: Stadt Monheim
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de/
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