Was bringen Monheims Sozialprojekte wirklich?

Am 2. September soll der zuständige Ausschuss über eine stadtweite Sozialraumanalyse beraten. Die SPD will dabei auch bestehende Angebote auf Wirkung und Kosten prüfen lassen

Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration soll am 2. September über eine Sozialraumanalyse für ganz Monheim beraten. Entsprechende Anträge haben PETO und SPD eingereicht. Untersucht werden soll, welche sozialen Angebote die Menschen in den verschiedenen Stadtteilen benötigen und ob bestehende Hilfen tatsächlich bei ihnen ankommen.

SPD will Wirkung und Kosten prüfen

PETO möchte die Ergebnisse vor allem für die Fortschreibung des Integrationskonzeptes nutzen. Die SPD geht weiter: Sie will bestehende Maßnahmen ausdrücklich auf ihre Wirksamkeit und Effizienz überprüfen lassen.

 

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Eigentlich sollte eine solche Kontrolle beim Einsatz von Steuergeld selbstverständlich sein. Angesichts der angespannten Monheimer Finanzlage gewinnt sie jedoch zusätzlich an Dringlichkeit. Wegen erwarteter Gewerbesteuerausfälle gilt derzeit eine Haushaltssperre. Freiwillige Ausgaben und bestehende Verpflichtungen stehen deshalb besonders auf dem Prüfstand.

Viele Konzepte – aber was haben sie bewirkt?

Monheim beginnt nicht bei null. Das erste Integrationskonzept stammt aus 2012 und wurde 2016 sowie 2021 fortgeschrieben. Hinzu kamen unter anderem:

  • der Aktionsplan „Monheim inklusiv“,
  • das Handlungskonzept „Interkulturelle Bildung“,
  • der Beitritt zur Europäischen Städte-Koalition gegen Rassismus,
  • ein Zehn-Punkte-Aktionsplan gegen Rassismus,
  • verschiedene Beratungs-, Bildungs- und Begegnungsangebote.

Schon das 2020 von der Hochschule Niederrhein erstellte Handlungskonzept sah Verbesserungsbedarf bei Koordination, Vernetzung und Erfolgskontrolle. Nach Darstellung der SPD ist die vorhandene Datenlage weiterhin teilweise veraltet und lückenhaft. Bisherige Monheimer Untersuchungen hätten sich zudem vor allem auf das Berliner Viertel konzentriert.

Bis zu 35.000 Euro – frühestens 2027

Die Sozialraumanalyse würde nach Schätzung der Verwaltung 25.000 bis 35.000 Euro kosten. Für 2026 steht allerdings kein Geld bereit. Die Untersuchung könnte deshalb frühestens 2027 extern vergeben werden. Nach der Beratung am 2. September folgen der Haupt- und Finanzausschuss und schließlich der Rat am 30. September. Entscheidend ist nicht nur, ob Monheim eine weitere Untersuchung bezahlt. Spannender wird sein, ob die Stadt anschließend Konsequenzen zieht, insbesondere wenn einzelne Maßnahmen zu wenig bewirken oder zu viel kosten.

Quelle: Stadt Monheim
Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de/

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