Monheim scheint zwiegespalten

Endstation? Ist der Bayer-04-Campus wirklich gescheitert?

***LEITARTIKEL***
Die Pressemitteilung der Stadt Monheim vom 26.5.2026 bezüglich des Fußball-Campus von Bayer 04 und ihrer parteilosen Bürgermeisterin Sonja Wienecke – anzeiger24.de berichtete – hört sich nach Prämissen im Sinne von Stadtentwicklung, Menschen, Natur und Lebensqualität an. Immerhin ist Monheim am Rhein einer der dicht bebautesten Städte NRWs. Es hört sich aber auch noch nicht nach gänzlichem Scheitern an, wie es gestern in den Medien zu lesen ist.

Unterstützung durch das Mehrheits-Ratsbündnis

Immerhin ist ja Wienecke von den Wahlsiegern – dem Mehrheitsbündnis aus CDU, SPD und Grünen – ins Amt gehoben worden. Die Mehrheitsfraktionen haben das Scheitern wohl erklärt und die zu wenig flexiblen Positionen der Bayer-04-Fußball GmbH als Grund genannt. Durch die Einbringung der Beratungen und Planungen in den Fachausschuss für Klimaschutz und Stadtplanung am 18. Juni will man offensichtlich „aufklären“ und Fakten im Sinne der Einwohnenden und deren gewählten Mehrheit schaffen.

Der Campus hat auch Unterstützer

Nun meldet sich die FDP Monheim in personae von Ratsmitglied Martin Brand und dem Stadtverbandsvorsitzenden Eduard Mayer zu Wort. Nach deren Ansicht stellt das Ergebnis der Beratungen „eine tragbare Lösung mit deutlichen Vorteilen für Monheim am Rhein dar“. Brand: „Es gibt für mich keinen Grund mehr, Bayer die Entwicklung ihres eigenen Grundstücks zu verwehren.“
Mayer: „Dieses Vorhaben kostet die Stadt kein Geld. Im Gegenteil – durch weitere Investitionen, die mit dem Campus in Verbindung stehen, wird die Stadtkasse um Millionenbeträge entlastet.„.

Wieso gibt es diese diametralen Ansichten?

Auch Ex-Bürgermeister Daniel Zimmermann unterstützte das Vorhaben in dem großem Rahmen und die PETO spricht heute von einem“ „Foul der Wienecke-Parteien an Bayer ‘04. Lucas Risse findet: „Das ist destruktiv und kurzsichtig. Monheim am Rhein präsentiert sich erneut als unzuverlässiger Partner. Mit Bayer als einem der wichtigsten Arbeitgeber und Steuerzahler in der Stadt sollte man so nicht umgehen.“

Unterstützer machen mobil

Die Bayer 04 – Fußball GmbH will am 8. Juni im Bürgerhaus Baumberg Einwohnende auf ihre Seite ziehen und lädt zur Vorstellung ihrer Pläne ein. PETO30plus lädt am 2. Juni zu einem Themenabend vor Ort in den Wendehammer.

Wer oder was ist denn nun der Vorteil?

Beide Seiten sprechen von Vorteilen und Interessen um Sinne der Einwohnenden, obwohl diametral verschieden. Wenn man das Projekt beerdigt, wird man es wohl nie erfahren. Immerhin hat Leverkusen inzwischen eine genauso geringen Gewerbesteuerhebesatz wie Monheim am Rhein. Vielleicht zieht ja demnächst ein „Briefkasten/Büro“ wieder nach Leverkusen um.

GT
Foto: anzeiger24.de/archiv

 


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