
Das Monheimer Wohnquartier „Unter den Linden“ sorgt über die Stadtgrenzen hinaus für Aufmerksamkeit. Im Wohnungsmarktbericht Nordrhein-Westfalen 2025 der NRW.Bank wird das Quartier ausdrücklich als gelungenes Beispiel moderner Stadtentwicklung genannt. In einem Bericht, der vor allem die schwierigen Bedingungen für den Wohnungsbau analysiert, gilt das Projekt als Beleg dafür, dass hochwertige und zugleich bezahlbare Wohnräume trotz hoher Hürden entstehen können.
Wohnungsbau unter Druck – Monheim setzt ein Zeichen
Der Bericht zeichnet ein herausforderndes Bild des Wohnungsmarktes: steigende Baukosten, angespannte Finanzierungsbedingungen und strengere energetische Vorgaben bremsen vielerorts neue Projekte aus. Umso bemerkenswerter ist die Erwähnung des Monheimer Quartiers. Nach Einschätzung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft zeigt das Beispiel, dass innovative Konzepte und kommunales Engagement weiterhin erfolgreiche Wohnungsbauprojekte ermöglichen.
Vom Schulgelände zum lebendigen Wohnviertel
Das Quartier entstand auf einem rund 2,2 Hektar großen ehemaligen Schulgelände. Unter der Verantwortung der Monheimer Wohnen GmbH wurde das Areal zu einem neuen Wohnstandort entwickelt. Heute stehen dort 232 Wohnungen in elf Gebäuden, darunter 68 öffentlich geförderte Einheiten. Die NRW.Bank hebt besonders die Kombination aus Architekturqualität und sozialer Mischung hervor. Zwei- bis fünfgeschossige Gebäude bieten unterschiedliche Wohnformen, ergänzt durch Mietergärten in den Erdgeschossen sowie Dachterrassen. Das Konzept richtet sich bewusst an verschiedene Zielgruppen – von Singles bis zu Familien.
Autofrei gedacht – mit nachhaltiger Mobilität
Ein prägendes Element des Quartiers ist seine fußgängerfreundliche Gestaltung. Große Teile des Viertels sind nahezu autofrei und fördern Begegnungen im Alltag.Für Mobilität sorgt dennoch ausreichend Infrastruktur:
235 Pkw-Stellplätze, davon 185 in einer Tiefgarage
450 Fahrradstellplätze
Damit setzt das Quartier auf eine Mischung aus Komfort und nachhaltiger Fortbewegung. Ein weiteres Element des Konzepts ist das Quartiersbüro, das als direkte Anlaufstelle für Bewohnerinnen und Bewohner dient. Es erleichtert den Kontakt zur Wohnungsbaugesellschaft und stärkt zugleich die Identifikation mit dem neuen Wohnumfeld.
bearb. GT
Quelle: Nachrichtendienst der Stadt Monheim am Rhein
Foto: Tim Kögler
