
In Monheim haben die Bauarbeiten für ein neues Umspannwerk am Fahnenacker begonnen. Darauf weist Joshua Kraski-Pauls, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Hitdorf und Mitglied des CDU-Kreisvorstands Leverkusen, in einer aktuellen Pressemitteilung hin.
Das Projekt soll die Stromversorgung der Stadt langfristig sichern und zusätzliche Kapazitäten für erneuerbare Energien schaffen.
Gleichzeitig markiert der Baustart aber auch das Ende eines jahrelangen politischen Streits um ein deutlich größeres Gewerbegebiet an der Grenze zu Leverkusen-Hitdorf.
Gemeinsam mit dem Verteilnetzbetreiber Westnetz errichtet die MEGA Monheim, die städtische Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgung, eine moderne Umspannanlage in unmittelbarer Nähe des Autobahnkreuzes A59/A542. Die Inbetriebnahme ist nach Angaben des Unternehmens für Ende 2029 vorgesehen.
Politischer Streit um 18 Hektar Gewerbefläche
Dem Bau ging eine kontroverse Diskussion über die Nutzung des Areals voraus. Ursprünglich plante die Stadt Monheim ein rund 18 Hektar großes Gewerbegebiet entlang der Stadtgrenze zu Hitdorf. Auf Leverkusener Seite stieß das Vorhaben auf massiven Widerstand.
Kritiker befürchteten den Verlust wichtiger Freiflächen, eine Beeinträchtigung der Frischluftschneise sowie Einschränkungen für künftige Stadtentwicklungs- und Klimaschutzprojekte. Besonders die CDU in Hitdorf setzte sich gegen die ursprünglichen Pläne ein und brachte das Thema mit einer Petition und einer Eingabe beim Regionalrat Düsseldorf auf die politische Agenda.
Regionalrat reduziert Fläche deutlich
Der Regionalrat Düsseldorf griff die Einwände auf und entschied im März 2022, die vorgesehene Gewerbefläche deutlich zu verkleinern. Auch der Rat der Stadt Leverkusen hatte sich den Bedenken angeschlossen und rechtliche Schritte gegen die Regionalplanänderung in Aussicht gestellt.
Wie Kraski-Pauls in seiner Pressemitteilung betont, bewertet die CDU Hitdorf die Reduzierung des Projekts als wichtigen Erfolg für den interkommunalen Klimaschutz und eine abgestimmte Stadtentwicklung.
Moderne Technik für die Energiewende
Das neue Umspannwerk ist ein zentrales Infrastrukturprojekt für Monheim. Umspannanlagen verbinden verschiedene Spannungsebenen und sorgen dafür, dass Strom effizient verteilt werden kann. In Monheim soll die Anlage insbesondere größere Mengen an Solar- und Windstrom aufnehmen können.
Im Zuge des Projekts werden zudem Hauptleitungen neu verlegt und Teile der bestehenden Hochspannungsinfrastruktur modernisiert. Langfristig sollen Freileitungsmasten im Stadtgebiet zurückgebaut werden. Dadurch könnten insbesondere in Monheim im Bereich zwischen Berliner Viertel und der Straße Im Pfingsterfeld neue städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten entstehen.
Mit dem Baustart am Fahnenacker wird ein Kompromiss umgesetzt, der sowohl die Energieversorgung Monheims stärkt als auch die Interessen der Nachbarstadt berücksichtigt.
Bericht: LT
Foto/Montage: anzeiger24.de
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