Aus grauem Pflaster soll ein grüner Treffpunkt werden

Monheim plant mehr Bäume, Schatten und Sitzgelegenheiten auf dem Ingeborg-Friebe-Platz

Wer an warmen Sommertagen über den Ingeborg-Friebe-Platz läuft, kennt das Problem: Die große Pflasterfläche heizt sich spürbar auf, schattige Plätze sind rar. Das soll sich in den kommenden Jahren ändern.

Die Stadt Monheim plant, den zentralen Platz in der Innenstadt teilweise zu entsiegeln und deutlich grüner zu gestalten. Über die ersten Planungsschritte beraten nun die politischen Gremien. Die endgültige Entscheidung soll der Rat am 15. Juli treffen.

Mehr Grün für einen wichtigen Platz

Der Ingeborg-Friebe-Platz gehört zu den meistgenutzten Orten in der Monheimer Innenstadt. Täglich sind hier zahlreiche Menschen zwischen Krischerstraße, Monheimer Tor, Busbahnhof und Eierplatz unterwegs. Mit der Erweiterung des Einkaufszentrums dürfte die Bedeutung des Platzes künftig sogar noch zunehmen.

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Nach Ansicht der Stadt ist deshalb der richtige Zeitpunkt gekommen, die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Der Platz soll nicht nur ein Weg von A nach B sein, sondern auch ein Ort, an dem man gerne verweilt.

Bäume statt Pflaster

Geplant ist, die beiden bestehenden Sitzbereiche deutlich aufzuwerten. Die dortigen Pflasterflächen sollen entfernt und durch größere Pflanzbeete ersetzt werden. Neue Bäume, Sträucher und Stauden sollen künftig für mehr Grün und vor allem für mehr Schatten sorgen. Die vorhandenen Blumeneschen werden dabei an andere geeignete Standorte umgesetzt.

Zusätzlich möchte die Stadt – sofern technisch möglich – zwei weitere begrünte Bereiche anlegen. In die neuen Pflanzflächen sollen Sitzgelegenheiten integriert werden. Ergänzend sind mobile Pflanz- und Sitzmodule vorgesehen, die bei Veranstaltungen flexibel versetzt werden können.

Ein Platz, der auch im Sommer einladend bleibt

Hinter den Plänen steckt vor allem die zunehmende Hitzebelastung in den Innenstädten. Während sich Steinflächen im Sommer stark aufheizen, sorgen Bäume und Grünflächen für Kühlung und ein angenehmeres Mikroklima. Genau das möchte die Stadt erreichen.

Davon profitieren nicht nur Besucher des Wochenmarktes oder Kunden der umliegenden Geschäfte. Auch Menschen, die einfach nur eine Pause machen oder sich mit Freunden treffen möchten, sollen künftig mehr Möglichkeiten haben, sich dort aufzuhalten – ganz ohne etwas kaufen zu müssen.

Interessant ist zudem eine weitere Idee der Verwaltung: Derzeit wird geprüft, ob sich auch das Dach des Busbahnhofs begrünen lässt.

 

Investition in die Innenstadt

Für Planung, Bau und die anschließende Pflege der neuen Grünflächen kalkuliert die Stadt mit Gesamtkosten von rund 380.000 Euro. Zunächst sollen 50.000 Euro für die Planung bereitgestellt werden. Die eigentlichen Bauarbeiten würden voraussichtlich 2027 erfolgen.

Wenn alles nach Plan läuft, könnte der neu gestaltete Ingeborg-Friebe-Platz Ende 2027 fertig sein.

Entscheidung steht noch aus

Noch handelt es sich um einen Planungsvorschlag der Verwaltung. In den kommenden Wochen beraten zunächst die Ausschüsse über das Projekt. Die abschließende Entscheidung trifft der Rat der Stadt Monheim am 15. Juli.

Für viele Monheimer dürfte die Richtung jedoch nachvollziehbar sein: Weniger Stein, mehr Grün und mehr Schatten – gerade mit Blick auf immer heißere Sommer könnte das dem zentralen Platz in der Innenstadt gut tun.

Quelle: Stadt Monheim

Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de/

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