
Die finanzielle Lage der Stadt Monheim bleibt angespannt. Die seit Juni geltende Haushaltssperre wird deshalb bis zur Genehmigung des Haushalts 2027 fortgeführt.
121 Millionen Euro Minus erwartet
Nach der aktuellen Finanzprognose rechnet die Stadt für 2026 mit einem Fehlbetrag von rund 121,1 Millionen Euro. Das sind etwa 10,6 Millionen Euro mehr als bislang im Haushaltsplan vorgesehen. Hauptgrund sind geringere Gewerbesteuereinnahmen: Statt der erwarteten 140 Millionen Euro werden derzeit nur rund 120 Millionen Euro prognostiziert. Die Haushaltssperre soll zusätzliche Belastungen begrenzen. Neue Ausgaben, die das Jahresergebnis verschlechtern, sind grundsätzlich untersagt. Gesetzliche und bereits vertraglich gebundene Zahlungen bleiben davon unberührt.
Blick richtet sich auf 2027
Nun rücken die Beratungen über den Haushalt 2027 in den Mittelpunkt. Verwaltung und Politik suchen nach Einsparungen und zusätzlichen Einnahmen. Bürgermeisterin Sonja Wienecke kündigt dabei auch schwierige Entscheidungen an. Ziel sei es, die Stadt langfristig finanziell handlungsfähig zu halten.
Unterstützung kommt auch aus der Bürgerschaft
Mehr als 350 Vorschläge sind bei der Beteiligung zum Haushalt 2027 eingegangen. Die Verwaltung prüft diese derzeit auf Umsetzbarkeit und mögliche finanzielle Effekte. Anschließend sollen die Bürgerinnen und Bürger über geeignete Vorschläge abstimmen. Die Ergebnisse fließen in die anschließenden politischen Haushaltsberatungen ein. Der Stadtrat befasst sich am 30. September mit der weiteren Entwicklung.
bearb. GT
Quelle: Nachrichtendienst der Stadt Monheim am Rhein
Foto: Thomas Spekowius – zeigt Kämmerin Nina Richter
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