
Die Verkehrssituation auf der Schwalbenstraße beschäftigt die Monheimer AfD. In der kommenden Sitzung des Ausschusses für Ordnung, öffentliche Angelegenheiten und Verkehr am 23. Juni beraten die Mitglieder über einen Antrag der AfD-Fraktion, die bestehenden Sperrflächen und Blumenkübel vorübergehend anzupassen oder teilweise zu entfernen. Die Maßnahme soll befristet bis zum Abschluss der Bauarbeiten an der Autobahn A59 gelten.
Die Stadtverwaltung empfiehlt jedoch, den Antrag abzulehnen. Das geht aus einer entsprechenden Sitzungsvorlage hervor.
AfD sieht Rückstaus und Behinderungen
Nach Auffassung der AfD wird die Schwalbenstraße derzeit verstärkt als Ausweichroute genutzt. Grund seien die laufenden Bauarbeiten im Umfeld der A59.
Die vorhandenen Sperrflächen und Blumenkübel zwischen Niederstraße und Knipprather Straße würden den Verkehrsraum zusätzlich verengen und insbesondere zu Stoßzeiten Rückstaus verursachen. Davon betroffen seien nicht nur Autofahrer, sondern auch die Buslinie 788. Insbesondere Gelenkbusse könnten die Engstellen nur eingeschränkt passieren. Zudem müsse eine möglichst reibungslose Durchfahrt für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge gewährleistet sein.
Die Fraktion betont, dass es sich ausdrücklich um eine zeitlich befristete Maßnahme handeln soll.
Verwaltung: Wohngebiet soll nicht zur Ausweichroute werden
Die Stadtverwaltung widerspricht dieser Einschätzung. Aus ihrer Sicht erfüllt die Schwalbenstraße als Teil einer Tempo-30-Zone bewusst eine andere Funktion als die umliegenden Hauptverkehrsstraßen. Ziel sei es, den Verkehr in Wohngebieten zu beruhigen und die Sicherheit für Anwohner, Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen.
Zudem weist die Verwaltung darauf hin, dass die Schwalbenstraße nicht als Ausweichstrecke vorgesehen ist. Für Umleitungen im Zusammenhang mit den aktuellen Baustellen stehe das übergeordnete Straßennetz zur Verfügung. Die offizielle Umleitungsstrecke im Zusammenhang mit der Sperrung der Rheinpromenade führe über Am Kielsgraben, Hans-Georg-Schukat-Straße, Daimlerstraße und Niederstraße.
Auch die von der AfD angeführten Probleme im Busverkehr und bei Rettungseinsätzen kann die Verwaltung nach eigenen Angaben derzeit nicht bestätigen. Bislang seien von den zuständigen Stellen keine entsprechenden Schwierigkeiten oder zusätzlicher Handlungsbedarf gemeldet worden.

Abwägung zwischen Verkehrsfluss und Wohnqualität
Die Diskussion zeigt den Zielkonflikt, vor dem viele Kommunen während größerer Baumaßnahmen stehen: Einerseits sollen Staus und Ausweichverkehre möglichst vermieden werden. Andererseits sollen Wohnstraßen nicht zu Schleichwegen werden.
Die Schwalbenstraße wurde in den vergangenen Jahren gezielt verkehrsberuhigt. Eine vorübergehende Öffnung könnte den Verkehrsfluss verbessern, würde aber möglicherweise zusätzlichen Durchgangsverkehr in das Wohngebiet ziehen.
Ob die Politik den Einschätzungen der AfD oder der Verwaltung folgt, entscheidet der Ausschuss für Ordnung, öffentliche Angelegenheiten und Verkehr am 23. Juni. Sollte der Antrag keine Mehrheit finden, bleibt die bestehende Verkehrsführung unverändert bestehen.
Quelle: Stadt Monheim
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de/
Weitere News aus Deiner Stadt gibt es hier
Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an presse@anzeiger24.de
oder als Kommentar bei Facebook. Euch hat unser Beitrag gefallen? Dann liked und teilt ihn gerne.
Du hast einen Tipp, eine Anregung, zu welchem Thema wir einmal recherchieren sollten?
Schreib uns an monheim@anzeiger24.de.
Deine Zuschrift wird streng vertraulich behandelt!

