
Die Schutzhütte am Eingang des Knipprather Waldes ist Geschichte – zumindest vorerst. Am Montag, 15. Juni, hat die Stadt die Hütte an der Knipprather Straße neben dem Waldfriedhof abbauen lassen. Der beliebte Treffpunkt für Lauf- und Wandergruppen soll jedoch nicht verschwinden, sondern nach der Vogelbrutzeit an anderer Stelle im Wald wieder aufgebaut werden.
Nach Angaben der Stadt wird die Hütte zunächst eingelagert. Ab Oktober soll sie einige Meter weiter im Wald einen neuen Standort erhalten. Wo genau die Schutzhütte künftig stehen wird, ist noch offen. Die Verwaltung stimmt sich dazu derzeit mit der Unteren Naturschutzbehörde ab.
Vom Wunsch der Sportler zum Streitfall
Errichtet wurde die Schutzhütte im Jahr 2020. Zuvor gab es am Waldeingang lediglich zwei Bänke und einen Stehtisch. Auf Wunsch der Laufabteilung der SG Monheim entstand damals ein wettergeschützter Treffpunkt für die verschiedenen Laufgruppen.
Insbesondere der inzwischen verstorbene frühere Vorsitzende Karl-Heinz Goebel hatte sich für die Einrichtung eingesetzt. Auch Wandergruppen nutzten die Hütte in den vergangenen Jahren regelmäßig als Start- und Zielpunkt ihrer Touren.

Beschwerden aus der Nachbarschaft
Mit der Zeit entwickelte sich die Schutzhütte allerdings auch außerhalb des Vereinslebens zu einem beliebten Treffpunkt – teilweise bis in die späten Abendstunden.
Der Standort führte schließlich zu rechtlichen Auseinandersetzungen mit Anwohnern. Nach Angaben der Stadt hätten gerichtliche Auflagen erfüllt werden müssen. Um eine Einzäunung der Hütte zu vermeiden und gleichzeitig die Interessen der Anwohnerschaft zu berücksichtigen, habe sich die Stadt für eine Versetzung entschieden.
Die Verlagerung sei nach Angaben der Verwaltung die wirtschaftlich sinnvollste Lösung.
Wiederaufbau nach der Vogelbrutzeit
Da während der Vogelbrutzeit besondere naturschutzrechtliche Vorgaben gelten, kann die Hütte nicht sofort an ihrem neuen Standort errichtet werden. Der Wiederaufbau ist deshalb erst ab Oktober geplant.
Für die vielen Lauf- und Wandergruppen bedeutet das: Der Treffpunkt am Knipprather Wald soll erhalten bleiben – nur an einem neuen Ort und mit etwas mehr Abstand zur Wohnbebauung.
Quelle: Stadt Monheim
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de/
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