
Stützpfähle und Träger der Monheimer Ruderanlage sind stark verrostet, einzelne Bauteile sogar durchgerostet: Die städtische Anlage am Rhein ist in ihrem unteren Bereich nicht mehr verkehrssicher und kann deshalb so nicht weiter genutzt werden. Die Schäden müssen grundlegend beseitigt werden.
Die Stadtverwaltung hat jetzt vorgeschlagen, die Anlage für insgesamt rund 400.000 Euro zu sanieren und zugleich zu verlängern. Am 15. September 2026 beginnt die politische Beratung im Ausschuss für Ordnung, öffentliche Angelegenheiten und Verkehr. Die endgültige Entscheidung soll der Stadtrat am 30. September treffen.
Mehrere tragende Teile müssen ersetzt werden
Die Ruderanlage liegt hinter dem Rheindeich auf Höhe des Rheinkilometers 713,527. Sie wurde 1984 gebaut und gehört der Stadt Monheim. Nach mehr als 40 Jahren hat besonders die Konstruktion im unteren Bereich stark gelitten. Fotos der Stadt zeigen verrostete Stützpfähle, durchgerostete Querträger und eine beschädigte Verankerung an einem Betonfundament. Die betroffenen Stützpfähle sowie Längs- und Querträger müssen vollständig ausgetauscht werden. Auch der seitliche Laufsteg befindet sich in einem schlechten Zustand. Er soll erneuert, verbreitert und verlängert werden.
Wichtig für Vereine und Schulsport
Die Anlage wird intensiv vom Ruderverein Monheim, vom Monheimer Kanu-Club und von Schülerinnen und Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums genutzt. Eine bewegliche Plattform kann mithilfe einer Seilwinde an den jeweiligen Rheinpegel angepasst werden. Dadurch können die Boote sicher ins Wasser gebracht und wieder herausgeholt werden. Zugleich erleichtert die Plattform den Sportlern das Ein- und Aussteigen. Die Plattform selbst ist nach Angaben der Verwaltung noch in einem grundsätzlich akzeptablen Zustand. Dort müssen lediglich der Holzboden und eine Ablassrolle erneuert werden.
Vier Meter länger wegen niedriger Rheinpegel
Die Stadt will die notwendige Sanierung nutzen, um die Anlage auch besser auf niedrige Wasserstände vorzubereiten. Die Fahrbahn soll deshalb um rund vier Meter von etwa 40 auf insgesamt 44 Meter verlängert werden. Insgesamt werden etwa 21 Meter der Fahrbahn vollständig erneuert oder neu gebaut. Die Verlängerung soll dann dafür sorgen, dass die Anlage auch bei Niedrigwasser sicher genutzt werden kann.
Sanierung kostet rund 400.000 Euro
Von den veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von 400.000 Euro entfallen rund 70.000 Euro auf die Planung und etwa 330.000 Euro auf die eigentlichen Bauarbeiten. Das Geld ist nach Angaben der Verwaltung bereits im Haushalt eingeplant. Zusätzlich rechnet die Stadt mit jährlichen Kosten für Reinigung, Wartung und Sicherheitsprüfungen von rund 5.500 Euro. Einschließlich Abschreibungen und rechnerischer Finanzierungskosten könnte die Ergebnisrechnung jährlich mit insgesamt etwa 40.700 Euro belastet werden.
Bau soll 2027 beginnen
Die notwendige wasserrechtliche Genehmigung erteilte die Bezirksregierung Düsseldorf bereits im März 2026. Nach dem politischen Baubeschluss muss die Stadt die Arbeiten ausschreiben. Der Baubeginn ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Weil am Rheinufer gearbeitet wird, steht dafür nur die möglichst hochwasserfreie Zeit zwischen dem 1. April und dem 31. Oktober zur Verfügung. Ein niedriger Rheinpegel würde die Arbeiten zusätzlich erleichtern. Die Bauzeit wird auf acht bis zehn Wochen geschätzt. Ziel ist es, die erneuerte Ruderanlage noch im Laufe des Jahres 2027 wieder nutzbar zu machen.
Quelle: Stadt Monheim
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de/
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