
***Kommentar***
Die PETO-Fraktion hatte mit ihrer Anfrage auf der letzten Ratssitzung zum Bauprojekt am Otto-Hahn-Gymnasium gleich mehrere Fragen aufgeworfen: Welche konkreten Schritte wurden seit dem Ratsbeschluss vom 29. Oktober 2025 unternommen? Kann der Zeitplan bis 2030 eingehalten werden? Und vor allem: „Entspricht es der Wahrheit, dass die Bürgermeisterin […] Umbaukonzepte prüfen lässt, die keine Aula beinhalten?“
Die Fragen waren verbunden mit Nachfragen nach entsprechenden Prüfaufträgen und deren Ergebnissen.
Diese Fragen sind auf den ersten Blick legitim. Große Bauprojekte brauchen Kontrolle, Transparenz und politische Begleitung. Doch entscheidend ist, wie gefragt wird. Die letzte Frage versteht sich wie eine Unterstellung, dass möglicherweise gegen den Ratsbeschluss gehandelt wird.
Die Antwort der Bürgermeisterin Sonja Wienecke auf der gestrigen Ratssitzung fiel eindeutig aus. Der Zeitplan werde weiterhin als realistisch eingeschätzt, die Planungen laufen und vor allem: Die Behauptung, es würden Konzepte ohne Aula geprüft, wurde von Sonja Wienecke klar verneint.
Belege für das Gegenteil liefert die PETO-Fraktion nicht.
Mit der kruden Fragestellung entsteht ein schiefes Bild. Statt nüchterner Kontrolle steht ein unausgesprochener Vorwurf im Raum, der öffentlich Wirkung entfaltet, ohne faktisch untermauert zu sein. Das wirkt weniger wie eine Frage nach sachlicher Aufklärung, sondern eher wie politisches Framing.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass PETO noch immer mit dem Verlust ihrer früheren Ratsmehrheit ringt und nun verstärkt auf konfrontative Zuspitzung setzt. Opposition darf und soll kritisch sein. Doch wer mit unbelegten Verdachtsmomenten operiert, verlässt schnell den Boden einer konstruktiven politischen Kultur.
Für Monheim ist das keine gute Entwicklung. Vertrauen entsteht nicht durch Andeutungen und Unterstellungen, sondern durch faktenbasierte Debatten.
Kritik bleibt notwendig, aber sie sollte auf mehr beruhen als auf Vermutungen.
Bericht: LT
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