2.500 Euro monatlich für Bereitschaftspflege – Betrag liegt über dem Durchschnitt, aber nicht an der Spitze

Monheim plant neue Pauschale für Pflegefamilien

Monheim will die Richtlinien für finanzielle Leistungen in der Jugendhilfe überarbeiten. Im Zentrum der geplanten Änderungen steht eine neue, einheitliche Vergütung für Bereitschaftspflegefamilien: Sie sollen künftig 2.500 Euro pro Monat und Kind erhalten.

Die Bereitschaftspflege greift, wenn Kinder kurzfristig aus Krisensituationen herausgenommen werden und vorübergehend in Familien unterkommen. Die Anforderungen an Pflegepersonen sind dabei besonders hoch.

Mit der neuen Pauschale will die Stadt nicht nur die Leistungen anpassen, sondern auch den administrativen Aufwand reduzieren: Die bisherige, altersabhängige Berechnung soll durch ein einfacheres, einheitliches Modell ersetzt werden.

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Pauschale über dem Bundesdurchschnitt

Im bundesweiten Vergleich liegt die geplante Zahlung über den üblichen Sätzen der klassischen Vollzeitpflege. Diese bewegen sich – je nach Alter des Kindes – meist zwischen etwa 1.200 und 1.500 Euro monatlich.
Allerdings sind diese Werte nur bedingt vergleichbar: Für spezialisierte Pflegeformen wie die Bereitschaftspflege oder für Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf fallen die Zahlungen vielerorts auch deutlich höher aus.

Vergleich mit anderen Kommunen

Ein Blick auf andere Städte zeigt: Monheim bewegt sich mit der geplanten Pauschale im oberen Bereich, aber nicht an der Spitze.

• In vielen Kommunen liegen vergleichbare Leistungen zwischen etwa 1.500 und 2.500 Euro monatlich.
• Größere Städte oder spezielle Programme zahlen teils auch deutlich mehr, in Einzelfällen über 3.000 Euro monatlich.

Damit positioniert sich Monheim als vergleichsweise attraktiver Standort für Pflegefamilien, ohne aus dem bundesweiten Rahmen zu fallen.

Neben der neuen Pauschale sieht die Vorlage auch eine „Motivationsbeihilfe“ von bis zu 500 Euro für junge Menschen in Ausbildung vor, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern.

Entscheidung auf der nächsten Sitzung

Nach Beratungen in den zuständigen Ausschüssen soll der Stadtrat nun am 29. April 2026 abschließend über die Neuregelung entscheiden. Mit der geplanten Reform setzt Monheim auf Vereinfachung und stärkt zugleich die finanzielle Ausstattung der Pflegefamilien.

 

Quelle: Stadt Monheim
Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de/

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