Olympi-Ja oder Nein? Monheim hat abgestimmt

Bürgerentscheid: Klares Votum für eine Bewerbung

Mit Spannung verfolgte auch die Monheimer Bürgermeisterin Sonja Wienecke mit ihrer Delegation am Sonntagabend, 19. April 2026, im KölnTriangle, direkt gegenüber vom Dom das Ergebnis des Bürgerentscheids zur Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr.

17 Städte in der Region wollen gerne gemeinsam Austragungsorte der Spiele in den 2036, 2040 oder 2044 werden. Das sollte aber nicht über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg entschieden werden, betonte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bei seiner Ansprache zum Beginn dieses sportiven Wahlabends: „1,4 Millionen Stimmen wurden abgegeben, dreimal so viel wie in München. Das ist gelebte Demokratie.“

Nun stellt sich die Frage: Wollen die Menschen in den einzelnen Städten nun Olympische Spiele vor der eigenen Haustür oder nicht?

Für Monheim steht das Ergebnis nun fest. 

 

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Satte 70,7 Prozent der Bevölkerung stimmte mit Ja. Die Abstimmungsbeteiligung liegt bei 38,32 Prozent.

33 197 wahlberechtigte Menschen aus der Gänselieselstadt waren dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. 45 von 46 Monheimer Stadtratsmitgliedern und Bürgermeisterin Wienecke hatten sich im Vorfeld für ein Ja ausgesprochen.

 

Wie kommt überhaupt eine verhältnismäßig kleine Kommune dazu, mit den Metropolen in der Nachbarschaft wie Köln und Düsseldorf mithalten zu können?

„Monheim am Rhein soll der Austragungsort für alle Skateboard-Wettbewerbe sein“, erklärt die Stadtverwaltung. Dazu würde Am Kielsgraben extra ein Skatepark nach olympischen Standards gebaut

Aber das kostet doch wieder Unsummen, werden jetzt Kiritiker sagen. Dazu erklärt das Rathaus: „Im Falle einer Olympia-Beteiligung könnte die Stadt Fördergelder für den Bau eines Skateparks erhalten. So könnte dieser trotz angespannter Haushaltslage wie geplant gebaut werden. Aber auch weitere Projekte im Bereich Infrastruktur und Digitalisierung würden durch eine Beteiligung voraussichtlich beschleunigt werden können.“

Außerdem erhoffen sich Bürgermeisterin Wienecke und ihre Verwaltung einen Schub für die Wirtschaft und „neue Arbeitsplätze„.

Außerdem heißt es: „Während der Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele liegt die Aufmerksamkeit der ganzen Welt für mehrere Wochen auf der Ausrichterstadt – und im Monheimer Fall auf einer ganzen Region. Die positiven Bilder und Emotionen, die ausgelöst von den sportlichen Wettbewerben in die ganze Welt ausgestrahlt werden, würden zu einer immensen Imagesteigerung beitragen. Dies kann langfristige Auswirkungen auf Messen, den Handel und das Gewerbe haben.“

 

Wie geht es nun weiter?

Monheim ist also mit dabei. 

Die weiteren Städte sind Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Krefeld, Köln, Leverkusen, Mönchengladbach, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal.

In Herten hat sich allerdings keine Mehrheit für die Bewerbung gefunden. 

 

Das Gesamtergebnis der Abstimmung soll erst am späten Abend feststehen. Nur soviel steht fest: Erhält eine Stadt nicht das notwendige Bürgervotumfällt sie aus dem Raster. Sollte aber das Gesamtergebnis positiv verlaufen, wird sich das Land NRW auf jeden Fall bewerben, und ggf. einen Ersatz für die Kommune ohne Bürgerzustimmung suchen.

 

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will im September darüber entscheiden, welche Stadt, bzw. welcher Städteverbund sich offiziell bewerben soll. Die Konkurrenz für Köln Rhein Ruhr ist groß: Auch Berlin, Hamburg und München wollen die Spiele ausrichten. Die finale Entscheidung über die Vergabe der Spiele trifft dann das Internationale Olympische Komitee, voraussichtlich ab 2027.

 

Bericht: KA

Fotos: anzeiger24.de

Quelle: Stadt Monheim / WDR / Land NRW

 

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