
Ein Stück Monheimer Kulturgeschichte wird wieder lebendig: Ehemalige Macherinnen und Macher des einstigen Szenemagazins „Metropolis“ laden am Samstag, 11. April, ab 20 Uhr zu einer besonderen Party ein. Schauplatz ist natürlich das Sojus 7. Als „Metropolis“ Mitte der 1980er-Jahre erstmals erschien, war die Aufbruchsstimmung in Monheim deutlich spürbar . Auf dem Gelände der ehemaligen Krautfabrik entwickelte sich ein kreatives Zentrum: Proberäume, Werkstätten, Veranstaltungsflächen und ein Café boten jungen Menschen Raum für Ideen – mittendrin die Redaktion des Magazins.
Prominente Stimmen im Magazin
In einer Zeit, in der gedruckte Stadtmagazine Hochkonjunktur hatten, mischte „Metropolis“ selbstbewusst mit und man scheute sich nicht, regionalen Größen wie dem „Coolibri“ und „Biograph“ aus Düsseldorf, der „You & ME“ aus Mettmann oder der „Stadtrevue“ sowie der „Koelner Illustrierten“ Konkurrenz zu machen . Mit Veranstaltungstipps, Musikrezensionen, Porträts aus der Szene sowie politischen und satirischen Beiträgen sprach das Heft eine ganze Generation an. Auch bekannte Persönlichkeiten fanden ihren Weg in die Seiten des Magazins. So wurden unter anderem Gespräche mit dem vielseitigen Künstler Walter Moers sowie dem Journalisten und Moderator Wolfgang Korruhn geführt. 1993 erschien schließlich die letzte Ausgabe – und damit endete vorerst ein Kapitel lokaler Mediengeschichte.
Ein Comeback auf Spendenbasis
Vier Jahrzehnte später erlebt „Metropolis“ nun ein einmaliges Revival. Pünktlich zur Veranstaltung wird eine neue Ausgabe veröffentlicht, die durch freiwillige Beiträge der Unterstützerinnen und Unterstützer finanziert werden soll. Auch der Eintritt zur Party folgt diesem Prinzip: Wer dabei sein möchte, zahlt, was er kann und möchte.
bearb. GT
Quelle: Nachrichtendienst der Stadt Monheim am Rhein
Grafik: Sojus 7
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