
Ein nächtlicher Beutezug auf einem Friedhof hat in Monheim für Entsetzen gesorgt. Unbekannte beschädigten in der Nacht zum Samstag zahlreiche Grabstätten und entwendeten Metallteile. Nur wenige Stunden später gelang der Polizei jedoch ein schneller Fahndungserfolg: Zwei Verdächtige wurden an der deutsch-niederländischen Grenze gestoppt – mit mutmaßlichem Diebesgut im Fahrzeug.
Verwüstung auf dem Waldfriedhof
Am Samstagmorgen bot sich Besucherinnen und Besuchern des Waldfriedhofs an der Knipprather Straße ein erschütterndes Bild. Mehrere Gräber waren beschädigt, Vasen und andere metallene Gegenstände fehlten. Die alarmierte Polizei stellte bei ihrer Aufnahme der Tat fest, dass insgesamt 151 Grabstätten betroffen waren. Neben Urnengräbern wurden auch Sarggräber und Kolumbarien beschädigt. Nach ersten Erkenntnissen hatten es die Täter gezielt auf Metalle wie Kupfer oder Bronze abgesehen, die sich als Altmetall verkaufen lassen.
Verdächtige Kontrolle an der Grenze
Noch am selben Nachmittag kam Bewegung in den Fall. Das grenzüberschreitende Polizeiteam Kaldenkirchen-Venlo kontrollierte an einem Übergang im Kreis Viersen ein Fahrzeug mit Kennzeichen aus dem Kreis Mettmann. Bei der Durchsuchung des Wagens fanden die Beamten mehrere Urnen sowie verschiedene Kupferteile.
Zwei Männer festgenommen
Die Einsatzkräfte nahmen daraufhin die beiden Insassen vorläufig fest. Bei ihnen handelt es sich um einen 16-jährigen und einen 23-jährigen rumänischen Staatsbürger, die beide Verbindungen nach Monheim am Rhein haben. Gegen das Duo wurden Ermittlungsverfahren wegen Störung der Totenruhe sowie wegen besonders schweren Diebstahls eingeleitet.
bearb. GT
Quelle: Kreispolizeibehörde Mettmann
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