
Mitten im närrischen Trubel von Altweiber bekam die Stadt Monheim einen besonderen Zuwachs: Die Altstadt-Funken haben ihr komplettes Vereinsarchiv in die Obhut des Stadtarchivs gegeben. Kaum war das Rathaus von Möhnen und Narren erobert, wurde im Ratssaal ein Akt vollzogen – die symbolische Übergabe jahrzehntelanger Vereinsgeschichte.
Bewahren, was fast ein Jahrhundert erzählt
Der Entschluss dazu fiel bereits Anfang Dezember 2025. Einstimmig entschied der Vorstand des Traditionsvereins, die wertvollen Unterlagen dauerhaft professionell sichern zu lassen. Übergeben wurden stellvertretend einige besondere Erinnerungsstücke: persönliche Insignien des langjährigen Ehrenpräsidenten Toni Müller sowie ein Fotoalbum mit Aufnahmen aus der Frühzeit des Vereins, das bis in die 1930er-Jahre reicht. Sie stehen für einen weit größeren Bestand aus Fotografien, Festschriften, Orden und zahlreichen Dokumenten, die nun fachgerecht archiviert werden.
Verwurzelt im Brauchtum – geprägt von einer Eiche
Die Geschichte der Altstadt-Funken beginnt 1928 unter einem anderen Namen: Als „Freunde der Dorfeiche“ formierte sich der Verein rund um ein Symbol, das bis heute Identität stiftet. Fünf Jahre später setzte sich der heutige Name durch, doch die Eiche am Kradepohl blieb das Herzstück des Vereinslebens. Ein Höhepunkt ist das traditionsreiche Schürefest am Kradepohl, das seit 1953 im Vierjahresrhythmus gefeiert wird und in diesem Jahr erneut ansteht. In der Session 2027/2028 feiern die Altstadt-Funken ihr 100-jähriges Bestehen.
Stadtarchiv: Geschichte teilen erwünscht
Die Übergabe soll auch andere ermutigen: Vereine wie Privatpersonen können mit einzelnen Stücken dazu beitragen, das Stadtleben für kommende Generationen festzuhalten. Schon Orden, Programmhefte, Fotos oder Werbematerialien helfen dabei, das Bild der Gegenwart zu bewahren. Wer Material abgeben möchte, kann sich direkt an das Stadtarchiv wenden.
bearb. GT
Quelle: Nachrichtendienst der Stadt Monheim am Rhein
Foto: Thomas Spekowius
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