
Aufgereiht in einer Garage stehen sie da, die selbstfahrenden Shuttlebusse, die einst als Zukunft des Nahverkehrs galten. Mit der Einstellung der Linie A01 Ende September 2025 hat sich die Stadt aber vorerst von ihrem Vorzeigeprojekt verabschiedet.
Rechtliche und technische Hürden
Grund für das Aus sind vor allem regulatorische und technische Hindernisse. Der Hersteller Easymile hat die Software-Unterstützung eingestellt. Darüber hatten wir berichtet.
Zudem fehlt eine marktreife, zugelassene Lösung für den autonomen Linienbetrieb. Zuständig für entsprechende Genehmigungen ist inzwischen das Kraftfahrt-Bundesamt, das derzeit keine Zulassung für einen regulären Einsatz im öffentlichen Nahverkehr erteilt.

Archivfoto von 2024
Busse werden veräußert
Drei Fahrzeuge werden deshalb über die Bahnen der Stadt Monheim voraussichtlich an Forschungsinstitute verkauft, ein Bus soll in der Stadt verbleiben.
Hohe Kosten bei geringer Nachfrage
Neben den Zulassungsproblemen dürfte auch die Wirtschaftlichkeit eine Rolle spielen: Der Betrieb der autonomen Linie kostete schätzungsweise mehrere Hunderttausend Euro pro Jahr – bei vergleichsweise geringem Fahrgastaufkommen. Dass die Stadt derzeit keine größeren Anstrengungen unternimmt, das Projekt auf neuer Basis fortzuführen, überrascht daher kaum.
Damit endet das Kapitel autonomer Linienverkehr in Monheim am Rhein.
Bericht: LT
Archivfoto: anzeiger24.de
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