
Der Fund eines Leichnams in einem Mehrfamilienhaus im Monheimer Stadtteil Baumberg beschäftigt weiterhin Polizei und Justiz. Neue Erkenntnisse der Ermittler werfen nun ein klareres Licht auf die Identität der Verstorbenen – und verdichten zugleich den Verdacht eines Gewaltverbrechens.
DNA-Abgleich bringt Gewissheit
Nachdem Ende Januar bei Entrümpelungsarbeiten in einer Wohnung eine bereits teilweise skelettierte Leiche entdeckt worden war, blieb die Identität der Frau zunächst unklar. Inzwischen konnte die Mordkommission des Polizeipräsidiums Düsseldorf den Fall entscheidend voranbringen: Ein DNA-Abgleich bestätigte, dass es sich um die 1965 geborene frühere Lebensgefährtin des Wohnungsinhabers handelt, der selbst inzwischen verstorben ist.
Jahrelang unbemerkt verschwunden
Bemerkenswert und zugleich erschreckend: Die Frau war zu keiner Zeit als vermisst gemeldet worden. Auch offizielle Stellen hatten keinerlei Kenntnis von ihrem Tod. Erst der Zufallsfund bei den Räumarbeiten brachte das Geschehen ans Licht. Angehörige der Verstorbenen wurden inzwischen von der Polizei informiert.
Obduktion erhärtet Tatverdacht
Erste Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchung deuten darauf hin, dass die Frau nicht eines natürlichen Todes starb. Nach Einschätzung der Ermittler spricht vieles für ein Tötungsdelikt. Wann genau sie ums Leben kam, ist derzeit noch offen und Bestandteil der laufenden Ermittlungen.
Verdacht richtet sich gegen verstorbenen Wohnungsinhaber
Im Zuge der Untersuchungen erhärtete sich der Verdacht gegen den ehemaligen Bewohner der Wohnung, den langjährigen Lebensgefährten der Frau. Zeugenaussagen und die bisherige Spurenlage belasten ihn zunehmend. Zu einem möglichen Motiv gibt es bislang jedoch keine gesicherten Erkenntnisse.
Der Mann war bereits im November 2025 in den Fokus der Polizei geraten: Bei einem Einsatz wegen des Verdachts eines Waffendelikts hatte er sich mit einer in der Wohnung versteckten Schusswaffe selbst schwer verletzt. Der 52-Jährige erlag kurze Zeit später seinen Verletzungen.
Ermittlungen dauern an
Auch wenn ein zentraler Tatverdächtiger nicht mehr lebt, ist der Fall für die Ermittler noch längst nicht abgeschlossen. Insbesondere die zeitliche Einordnung der Tat und die genauen Umstände des Todes stehen weiterhin im Mittelpunkt der Untersuchungen. Der Fund wirft zugleich Fragen auf, wie ein solches Verbrechen über einen so langen Zeitraum unentdeckt bleiben konnte.
bearb. GT
Quelle: Kreispolizeibehörde Mettmann/Staatsanwaltschaft Düsseldorf
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